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	<title>typoversell &#187; Interlinearglosse</title>
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	<description>Dont eat yellow snow.</description>
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		<title>Kerle, Kerle, Kerle &#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jun 2012 13:21:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>medardus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interlinearglosse]]></category>
		<category><![CDATA[Journal]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; fast h&#228;tt&#8217; das da dr&#252;ben ein gro&#223;er Abenteuerspielplatz werden k&#246;nnen, wenn jetzt die Griechen nicht die &#8220;Reformparteien&#8221; (so die FAZ-online am letzten Montag) gew&#228;hlt und sich daraufhin naklar die Erde ge&#246;ffnet und Europa und die gesamte zivilisierte Welt auf Nimmerwiedersehen verschluckt h&#228;tte. Aber noch wird gebuddelt, geh&#228;mmert, gebohrt und gezimmert, was das Zeug h&#228;lt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://typoversum.de/log/wp-content/uploads/2012/06/ezb18052012.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1000" title="ezb18052012" src="http://typoversum.de/log/wp-content/uploads/2012/06/ezb18052012-300x94.jpg" alt="" width="300" height="94" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="color: #888888;">&#8230; fast h&#228;tt&#8217; das da dr&#252;ben ein gro&#223;er Abenteuerspielplatz werden k&#246;nnen, wenn jetzt die Griechen nicht die &#8220;Reformparteien&#8221; (so die FAZ-online am letzten Montag) gew&#228;hlt und sich daraufhin naklar die Erde ge&#246;ffnet und Europa und die gesamte zivilisierte Welt auf Nimmerwiedersehen verschluckt h&#228;tte.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="color: #888888;">Aber noch wird gebuddelt, geh&#228;mmert, gebohrt und gezimmert, was das Zeug h&#228;lt und es wird Stockwerk um Stockwerk errichtet und Br&#252;cken abgebaut und neu gebaut und die halbe Stadt hibbdebach wie dribbdebach um-und-umdidummgegraben, dass es eine wahre Pracht ist. Und im Refugium der fr&#252;heren Gro&#223;markthalle herrscht wohl allen Unkenrufen zum Trotz bald die bankenzentralistische Macht des Euro &#8211; freilich gleichsam wachsam wie begehrlich beobachtet von den Frankfurter Bankent&#252;rmen, denen denn auch niemand erz&#228;hlen muss, wo der Barthel den Most holt.<br />
</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span style="color: #888888;">Nur an manchen beschaulichen Flussnachmittagen kommen einem dann vielleicht hin und an Erich K&#228;stners Zeilen in den Sinn: &#8220;Einst haben die Kerls auf den B&#228;umen gehockt, behaart und mit b&#246;ser Visage &#8230;&#8221;</span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Nach dem Abendregen</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Jun 2011 10:28:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>medardus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interlinearglosse]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; &#160; Nach dem Regen liegt die k&#252;hle Abendlandschaft still und klar im Gegenlicht der untergehenden Sonne. Licht und Schatten ruhen friedlich nebeneinander und geb&#228;ren kraftvolle Konturen. Die Welt sieht aus, als sei sie frisch gewaschen worden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://typoversum.de/log/wp-content/uploads/2011/06/main-seitenarm.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-684" title="main-seitenarm" src="http://typoversum.de/log/wp-content/uploads/2011/06/main-seitenarm-226x300.jpg" alt="" width="226" height="300" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #666699;"><strong>Nach dem Regen liegt die k&#252;hle Abendlandschaft still und klar im Gegenlicht der untergehenden Sonne. Licht und Schatten ruhen friedlich nebeneinander und geb&#228;ren kraftvolle Konturen. Die Welt sieht aus, als sei sie frisch gewaschen worden. </strong></span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Pappelschneevorsommer</title>
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		<pubDate>Thu, 12 May 2011 21:32:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>medardus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interlinearglosse]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Die Luft ist voller Pappelschnee. Irgendwann legt er sich fett auf die Mainwiesen neben einen. Kein Regen sp&#252;lt ihn hinweg. Und so wird er wieder und wieder von leichten B&#246;en hochgewirbelt und bleibt an einem kleben. Es scheint so viel wie nie davon zu geben. Und so gleicht keine Jahreszeit je ihrer Vorg&#228;ngerin. Geschichte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://typoversum.de/log/wp-content/uploads/2011/05/sommer2011.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-608" title="sommer2011" src="http://typoversum.de/log/wp-content/uploads/2011/05/sommer2011-300x262.jpg" alt="" width="300" height="262" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Luft ist voller Pappelschnee. Irgendwann legt er sich fett auf die Mainwiesen neben einen. Kein Regen sp&#252;lt ihn hinweg. Und so wird er wieder und wieder von leichten B&#246;en hochgewirbelt und bleibt an einem kleben. Es scheint so viel wie nie davon zu geben. Und so gleicht keine Jahreszeit je ihrer Vorg&#228;ngerin. Geschichte wiederholt sich nicht.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ende der Saisonarbeit</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Jan 2011 13:36:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>medardus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interlinearglosse]]></category>

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		<description><![CDATA[Sein hohler, brauner Leib ist l&#228;ngst verzehrt bis auf das letzte St&#252;ck. Abgezogen liegt es da, noch unbehandelt, nicht gegerbt und ohne Zuschnitt. Es schimmert im Licht. Sein Glanz erz&#228;hlt von vergangener Pracht und Seligkeit und k&#252;ndet von l&#228;ngst erloschenen Lichtern auf Tannen und von verblassten Polarlichtern und m&#252;den Rentieren. Nun also wird ein guter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://typoversum.de/log/wp-content/uploads/2011/01/weihnachtsmannspelz.jpg"><img src="http://typoversum.de/log/wp-content/uploads/2011/01/weihnachtsmannspelz-300x289.jpg" alt="weihnachtsmannspelz" title="weihnachtsmannspelz" width="300" height="289" class="aligncenter size-medium wp-image-543" /></a></p>
<p>Sein hohler, brauner Leib ist l&#228;ngst verzehrt bis auf das letzte St&#252;ck. </p>
<p>Abgezogen liegt es da, noch unbehandelt, nicht gegerbt und ohne Zuschnitt. Es schimmert im Licht. Sein Glanz erz&#228;hlt von vergangener Pracht und Seligkeit und k&#252;ndet von l&#228;ngst erloschenen Lichtern auf Tannen und von verblassten Polarlichtern und m&#252;den Rentieren.  </p>
<p>Nun also wird ein guter K&#252;rschner gesucht, der sein Handwerk versteht &#8211; einer, der es sauber gerbt, edel f&#228;rbt, elegant zuschneidet und daraus ein schmuckes Kleidungsst&#252;ck fertigen wird. Es soll schon Qualit&#228;t sein.</p>
<p>Denn immerhin ist es das Fell des Weihnachtsmanns. </p>
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		<title>Mani pulite</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Dec 2010 15:12:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>medardus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interlinearglosse]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wikileaks]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Fr&#252;hjahr 1929 erschien in der &#8220;Weltb&#252;hne&#8221; ein Artikel mit dem Titel &#8220;Windiges aus der deutschen Luftfahrt&#8221;. Darin wird der heimliche Aufbau einer deutschen Luftwaffe durch die Reichswehr unter Umgehung des &#8220;Versailler Vertrages&#8221; geschildert. Gut zwei Jahre sp&#228;ter wurden der Autor des Artikels sowie der Herausgeber der &#8220;Weltb&#252;hne&#8220;, Carl von Ossietzky, wegen Landesverrats und wegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://typoversum.de/log/wp-content/uploads/2010/12/manipulite.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-494" title="manipulite" src="http://typoversum.de/log/wp-content/uploads/2010/12/manipulite-300x262.jpg" alt="manipulite" width="300" height="262" /></a></p>
<p>Im Fr&#252;hjahr 1929 erschien in der &#8220;<em>Weltb&#252;hne</em>&#8221; ein Artikel mit dem Titel &#8220;Windiges aus der deutschen Luftfahrt&#8221;. Darin wird der heimliche Aufbau einer deutschen Luftwaffe durch die Reichswehr unter Umgehung des &#8220;Versailler Vertrages&#8221; geschildert. Gut zwei Jahre sp&#228;ter wurden der Autor des Artikels sowie der Herausgeber der &#8220;<em>Weltb&#252;hne</em>&#8220;, Carl von Ossietzky, wegen Landesverrats und wegen Verrats milit&#228;rischer Geheimnisse angeklagt. Der sp&#228;tere Friedensnobelpreistr&#228;ger Carl von Ossietzky sa&#223; wegen Verrats milit&#228;rischer Geheimnisse 227 Tage in Haft.</p>
<p>1936 blieb Ossietzkys Stuhl bei der Preisverleihung in Oslo ebenso leer wie 74 Jahre sp&#228;ter der f&#252;r Liu Xiaobo &#8211; dieser, weil er f&#252;r seinen Einsatz f&#252;r die Menschenrechte in China 500 km von seiner Heimatstadt Peking entfernt in einem Gef&#228;ngnis &#8220;wegen Untergrabung der Staatsgewalt&#8221; eingesperrt ist, und jener, weil er, gezeichnet von der schweren Folter im KZ Esterwegen, von der Gestapo daran gehindert wurde, den Preis  pers&#246;nlich anzunehmen.</p>
<p>Im Herbst 1962 erschien im &#8220;<em>Spiegel</em>&#8221; ein Artikel mit der &#220;berschrift &#8220;Bedingt abwehrbereit&#8221;. Unter Berufung auf Ergebnisse eines NATO-Man&#246;vers aus dem selben Jahr zog der Artikel den Schluss, dass die Bundeswehr unter F&#252;hrung von Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strau&#223; zu einer konventionellen Verteidigung konzeptionell nicht in der Lage sei, sodass im Ernstfall ein Angriff nur mit Hilfe westlicher Atomraketen abzuwehren w&#228;re.</p>
<p>Zweieinhalb Wochen nach Erscheinen des Artikels war die Redaktion des &#8220;<em>Spiegel</em>&#8221; f&#252;r mehrere Wochen von der Staatsanwaltschaft besetzt, einige Redakteure sowie ihr Chefredakteur und Herausgeber Rudolf Augstein verhaftet. Der Autor des Artikels, Conrad Ahlers, wurde auf Veranlassung von Franz Josef Strau&#223; von einem spanischen Milit&#228;rattaché des faschistischen Franco-Regimes in seinem Urlaubsort verhaftet. Kanzler Adenauer sprach im Bundestag &#8220;von einem Abgrund von Landesverrat&#8221; &#8211; wohlgemerkt: durch die Journalisten. Rudolf Augstein sa&#223; 103 Tage in &#8220;Untersuchungshaft&#8221;.</p>
<p>Am 28. November 2010 ver&#246;ffentlichte die Internetplattform &#8220;<em>WikiLeaks</em>&#8221; die &#8220;US-Botschafts-Depeschen&#8221; &#8211; bestehend aus &#252;ber einer Viertelmillion Seiten interner Berichte und Lagebeurteilungen der US-Diplomatie aus den Jahren 1966 &#8211; 2010. Wie schon bei fr&#252;heren &#8220;<em>Wikileaks</em>&#8220;-Ver&#246;ffentlichungen kommen auch diesmal Fakten an die &#214;ffentlichkeit, die f&#252;r verschiedene Regierungen unbequem sind -  darunter Informationen &#252;ber eine im Herbst 2008 wegen Piraterie geplatzte Panzerlieferung in den krisengesch&#252;ttelten S&#252;dsudan und die Rolle Kenias, der Ukraine und der Vereinigten Staaten in diesem Deal.</p>
<p>Am 7. Dezember 2010 wird der &#8220;<em>WikiLeaks</em>&#8220;-Gr&#252;nder Julian Assange wegen eines am 3. Dezember erlassenen schwedischen Haftbefehls in London festgenommen, nachdem ein vorhergehender Internationaler Haftbefehl, der wegen eines schwedischen Formfehlers nach einer Beschwerde von Assange au&#223;er Kraft gesetzt war, auf einen schwedischen Haftbefehl folgte, der wegen fehlender Verdachtsgr&#252;nde von der Stockholmer Staatsanw&#228;ltin l&#228;ngst aufgehoben worden war.</p>
<p>Der &#8220;<em>WikiLeaks</em>&#8220;-Gr&#252;nder sitzt in grauer Str&#228;flingskleidung mit Laptop-Verbot in einer Einzelzelle in Londoner Polizeigewahrsam &#8211; bislang ohne die  M&#246;glichkeit einer Freilassung auf Kaution. W&#228;hrenddessen suchen L&#228;nder wie Schweden, Australien und die Vereinigten Staaten nach Gesetzen, die es ihnen erm&#246;glichen w&#252;rden, eine Anklage zu formulieren und eine Auslieferung zu  erwirken.</p>
<p>Internationale Unternehmen wie Mastercard, Amazon und Paypal beenden auf politischen Druck hin die  Zusammenarbeit mit &#8220;<em>WikiLeaks</em>&#8220;. In einem Interview  des &#8220;<em>Tagesspiegel</em>&#8221; vom 6. Dezember 2010 mit dem  &#8220;<em>Zeit</em>&#8220;-Herausgeber Josef Joffe wird Julian Assange als Staatsfeind Nr. 1 in einem Atemzug mit Osama bin Laden genannt. US-Senator Mitch McConnell, Fraktionschef der Republikaner im US-Senat, nennt Assange einen &#8220;High-Tech-Terroristen&#8221;, der hinter Schloss und Riegel geh&#246;re. US-Senator Joe Lieberman regt an, den &#8220;Espionage Act&#8221;,ein US-Anti-Spionage-Gesetz, durch zwei Gesetzesvorlagen um Passagen zu erweitern, die es dann erm&#246;glichen w&#252;rden, Julian Assange und auch gleich noch die &#8220;<em>New York Times</em>&#8221; anklagen zu k&#246;nnen &#8211; frei nach dem fr&#246;hlichen Bruch des  rechtstaatlichen Grundsatzes: nulla poena sine lege (&#8220;keine Strafe ohne Gesetz&#8221;).</p>
<p>Immer, wenn Verfechter des freien Wortes eingesperrt werden, haben Macht und Milit&#228;r ihre schmutzige und oft blutbefleckte Hand im Spiel. Immer. Und sie biegen sich das Gesetz, wie sie es brauchen. Bis es bricht. Und dann machen sie sich ein neues.</p>
<p>Es wird Zeit, dass das endlich aufh&#246;rt.</p>
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		<title>&#8230;. Schland</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 21:06:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>medardus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interlinearglosse]]></category>

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		<description><![CDATA[Welchen Ausgang h&#228;tte wohl ein Film wie &#8220;Zur&#252;ck in die Zukunft&#8221; genommen, wenn Dr. Emmett Brown Mitte der Achtziger mit seinem De Lorean aus der Zukunft zur&#252;ckgekehrt w&#228;re und der versammelten Kinogemeinde erz&#228;hlt h&#228;tte, dass ein Vierteljahrhundert sp&#228;ter eine marxistisch-leninistisch geschulte Quantenchemikerin aus dem Ostblock als Bundeskanzlerin eines geeinten Deutschlands und ein schwuler neoliberaler Au&#223;enminister [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://typoversum.de/log/wp-content/uploads/2010/07/tv-tableau3x3-04062010.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-424" title="tv-tableau3x3-04062010" src="http://typoversum.de/log/wp-content/uploads/2010/07/tv-tableau3x3-04062010-300x233.jpg" alt="tv-tableau3x3-04062010" width="300" height="233" /></a></p>
<p style="text-align: center;">
<p><span style="color: #888888;"><em><strong>Welchen Ausgang h&#228;tte wohl ein Film wie &#8220;Zur&#252;ck in die Zukunft&#8221; genommen, wenn Dr. Emmett Brown Mitte der Achtziger mit seinem De Lorean aus der Zukunft zur&#252;ckgekehrt w&#228;re und der versammelten Kinogemeinde erz&#228;hlt h&#228;tte, dass ein Vierteljahrhundert sp&#228;ter eine marxistisch-leninistisch geschulte Quantenchemikerin aus dem Ostblock als Bundeskanzlerin eines geeinten Deutschlands und ein schwuler neoliberaler Au&#223;enminister als ihr Vizekanzler mit einem schwarzen demokratischen amerikanischen Pr&#228;sidenten um den richtigen Weg ringen, eine der gr&#246;&#223;ten Wirtschaftskrisen der Neuzeit in den Griff zu bekommen, dass ein ausgewiesener Weltfinanzexperte nach sechs Jahren als Bundespr&#228;sident von heute auf morgen seinen Hut nimmt und anschlie&#223;end ein DDR-B&#252;rgerrechtler um das Amt des Bundespr&#228;sidenten kandidiert, der nur durch eine Allianz konservativer und ehemals kommunistischer Kr&#228;fte verhindert wird? </strong></em></span></p>
<p><span style="color: #888888;"><em><strong><br />
</strong></em></span></p>
<p><span style="color: #888888;"><em><strong>Sowas unrealistisches w&#228;re mit Sicherheit an jeder Kinokasse gefloppt. </strong></em></span></p>
<p><span style="color: #888888;"><em><strong>Aber mal ehrlich: war das nicht eine wunderbar spannende Woche? Erst liefert uns die Bundesversammlung einen ungeahnten Marathon-Polit-Thriller und anschlie&#223;end schie&#223;t uns Joachim L&#246;ws Fu&#223;ball-Elf gegen Argentinien in ein neues traumhaftes Sommerm&#228;rchen. Und sie m&#252;ssen nicht mal Weltmeister werden, wenn sie einfach nur weiter diese wunderbare Art von Fu&#223;ball f&#252;r uns spielen. </strong></em></span></p>
<p><span style="color: #888888;"><em><strong><br />
</strong></em></span></p>
<p><span style="color: #888888;"><em><strong>Dabei habe ich mich nie so arg f&#252;r Fu&#223;ball interessiert. Aber wir erleben eine goldene Generation von Fu&#223;ballern. Sie ist jetzt schon von historischer Einmaligkeit.  Seit Mitte der Siebziger gab es kein so geschlossenes, aufeinander eingeschworenes Team mehr. Nie zuvor war es so multikulturell zusammengesetzt. Und nie zuvor hat man deutschen Fu&#223;ball von solcher Leichtigkeit gesehen. Vor 2006 h&#228;tte man nicht geglaubt, die Farben Schwarz-Rot-Gold jemals in einem solch unbeschwerten, heiteren Festival-Kontext erleben zu d&#252;rfen. Und die Fu&#223;ball-WM 2010 beweist: diese Farben haben ihren nationalistischen Schrecken verloren. Sie wurden der Deutungshoheit der ewig Gestrigen entrissen und zu fr&#246;hlichen Girlanden einer landesweiten wochenlangen Party umfunktioniert.<br />
</strong></em></span></p>
<p><span style="color: #888888;"><em><strong><br />
</strong></em></span></p>
<p><span style="color: #888888;"><em><strong>Nur zwei Dinge ganz, aber wirklich ganz am Rande: 1. Miroslav Klose, Fu&#223;ball ist KEIN Kampfsport! 2. Bundes-Jogi, den Begriff &#8220;Stahlbad&#8221; im Zusammenhang mit dem anstehenden Spiel gegen England zu verwenden, hat, wie man im Badischen wohl sagen w&#252;rde, ein Gschm&#228;ckle, und zwar ein Ernst-J&#252;ngersches.</strong></em></span></p>
<p><span style="color: #888888;"><em><strong><br />
</strong></em></span></p>
<p><span style="color: #888888;"><em><strong>Wie sagte Alfred Schier soeben im Gespr&#228;ch mit Ottfried Fischer so sch&#246;n: <span style="color: #ff6600;">&#8220;Unter Heimat versteht ja jeder ungef&#228;hr was anderes.&#8221;</span></strong></em></span></p>
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		<title>Abschreckung</title>
		<link>http://typoversum.de/log/2010/06/28/abschreckung/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 22:12:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>medardus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interlinearglosse]]></category>
		<category><![CDATA[Abschreckung]]></category>

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		<description><![CDATA[Bedurfte es noch eines Beweises, dass auch in den eher l&#228;ndlich gepr&#228;gten Vororten der Stadt der Fortschritt Einzug h&#228;lt, so ist er mit diesem Foto gewiss erbracht. Hat man Pferdediebe in fr&#252;heren Zeiten nach alter V&#228;ter Sitte kurzerhand am n&#228;chsten Baum aufgekn&#252;pft, so ist man heute auf der H&#246;he der Zeit und setzt beim Schutz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://typoversum.de/log/wp-content/uploads/2010/06/abschreckung.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-408" title="abschreckung" src="http://typoversum.de/log/wp-content/uploads/2010/06/abschreckung-300x145.jpg" alt="abschreckung" width="300" height="145" /></a></p>
<p><span style="color: #888888;"><em><strong>Bedurfte es noch eines Beweises, dass auch in den eher l&#228;ndlich gepr&#228;gten Vororten der Stadt der Fortschritt Einzug h&#228;lt, so ist er mit diesem Foto gewiss erbracht. Hat man Pferdediebe in fr&#252;heren Zeiten nach alter V&#228;ter Sitte kurzerhand am n&#228;chsten Baum aufgekn&#252;pft, so ist man heute auf der H&#246;he der Zeit und setzt beim Schutz fr&#228;nkischer Pferdest&#228;lle ganz auf moderne Strategien pr&#228;ventiver Abschreckung. </strong></em></span></p>
<p><span style="color: #888888;"><em><strong><br />
</strong></em></span></p>
<p><span style="color: #888888;"><em><strong>Immerhin hat uns diese Philosophie nach allgemein vorherrschender &#220;berzeugung einen mehr als sechzig Jahre w&#228;hrenden europ&#228;ischen Frieden beschert. Und der maximale Lebenszyklus eines Pferdes ist gerade mal halb so lang. </strong></em></span></p>
<p><span style="color: #888888;"><em><strong><br />
</strong></em></span></p>
<p><span style="color: #888888;"><em><strong>Von wegen: mit Kanonen auf Spatzen schie&#223;en. Jedenfalls kann mir keiner weismachen, dass dieses Ding da von Silvester &#252;brig ist. Man untersch&#228;tzt ihn, diesen vorwiegend agrar&#246;konomisch versierten Menschenschlag. Doch, doch.</strong></em></span></p>
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		<title>Jaaahaaa, S&#252;ddeutsche &#8230; jaaahaaa!!!</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Jun 2010 23:36:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>medardus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interlinearglosse]]></category>

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		<description><![CDATA[Aber ob sich die Vernunft oder das nat&#252;rliche Sprachgef&#252;hl jemals wird durchsetzen k&#246;nnen in diesem Fall, das wag&#8217; ich doch sehr zu bezweifeln. Obwohl ja niemand auf die Idee k&#228;me, Uskistan statt Usbekistan zu sagen, oder etwa Afghistan statt Afghanistan undsoweiterundsofort. Jedenfalls bislang nicht. Wobei immerhin ein begnadeter deutscher Entertainer unl&#228;ngst schon mal kess &#8220;Schland&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://typoversum.de/log/wp-content/uploads/2010/06/kirgisistan24062010sz.jpeg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-393" title="kirgisistan24062010sz" src="http://typoversum.de/log/wp-content/uploads/2010/06/kirgisistan24062010sz-300x192.jpg" alt="kirgisistan24062010sz" width="300" height="192" /></a></p>
<p><span style="color: #888888;"><em><strong>Aber ob sich die Vernunft oder das nat&#252;rliche Sprachgef&#252;hl jemals wird durchsetzen k&#246;nnen in diesem Fall, das wag&#8217; ich doch sehr zu bezweifeln. Obwohl ja niemand auf die Idee k&#228;me, Uskistan statt Usbekistan zu sagen, oder etwa Afghistan statt Afghanistan undsoweiterundsofort. Jedenfalls bislang nicht. Wobei immerhin ein begnadeter deutscher Entertainer unl&#228;ngst schon mal kess &#8220;Schland&#8221; als Verbesserungsvorschlag f&#252;r Teutonistan in den Ring warf. Obschon es ja eigentlich nach g&#228;ngiger Ansicht dann Teutistan hei&#223;en m&#252;sste. </strong></em></span></p>
<p><span style="color: #888888;"><em><strong>Bevor ich mich nun jedoch im ungef&#228;hren verliere, geh&#8217; ich mal lieber schlafen. Ist ja auch schon sp&#228;t: halb zwei Uhr nachts. Schlie&#223;lich hei&#223;&#8217; ich nicht Heine. Den Heinrich soll mal wer anders machen. G&#8217;nacht, Schland.</strong></em></span></p>
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		<title>Kopflos</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Apr 2010 13:57:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>medardus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interlinearglosse]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie einsam sie aussah auf ihrem rubinrot umrahmten silbernen Balkon. Nun stand sie dort auf h&#246;herer Warte und nahm das Treiben hier unten wohl nicht einmal wahr. Selbst das goldgelb im Sonnenlicht gl&#228;nzende Gotteshaus gegen&#252;ber konnte ihr Interesse nicht wecken. Elegant und dennoch leger gekleidet verharrte sie scheinbar kurz in ihrer Bewegung vor den get&#246;nten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://typoversum.de/log/wp-content/uploads/2010/04/balkon.jpg"><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-285" title="balkon" src="http://typoversum.de/log/wp-content/uploads/2010/04/balkon-150x150.jpg" alt="balkon" width="150" height="150" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #c69fa3;"><em><strong>Wie einsam sie aussah auf ihrem rubinrot umrahmten silbernen Balkon. Nun stand sie dort auf h&#246;herer Warte und nahm das Treiben hier unten wohl nicht einmal wahr. Selbst das goldgelb im Sonnenlicht gl&#228;nzende Gotteshaus gegen&#252;ber konnte ihr Interesse nicht wecken. Elegant und dennoch leger gekleidet verharrte sie scheinbar kurz in ihrer Bewegung vor den get&#246;nten halbverspiegelten Scheiben. Die l&#228;ssig nach oben geschobenen &#196;rmel ihrer Jacke erlaubten einen Blick auf ihre blasse Haut und verst&#228;rkten noch ihre sportliche Ausstrahlung. Kopflos, fast etwas geistesabwesend und jedenfalls ein wenig gedankenverloren wirkte ihr Anblick wohl auf manch einen, der beil&#228;ufig hinaufschauen mochte.</strong></em></span></p>
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